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Squeakwochenende am 7./8. Maerz 2009 am HPI in Potsdam: Protokoll

Samstag:

Ungefähr 25 Personen waren -> ziemlich voll, wir mussten erst mal umräumen.

Vorträge:

Squeaksave (Thomas Kowark)

RubyOnRails macht das per Konvention, das ist ein Nachbau.

Sogenannte "Migrationen" können erstellt werden, um Objekte auf Datenbank Relationen zu mappen. Eine Migration kann mit Hilfe eines Pragmas versioniert werden. Abfragen schon möglich, noch beta.

Lively Fabrik (Jens Lincke)

Angelehnt an Fabrik von Dan Ingalls bei Apple, damals nicht fertig geworden. End-User-Sprache, komponentenbasiert

Metapher: Datenflüsse

Man kann in einer Box selber Funktionen textuell programmieren. Dateflüsse können zu eigenen "Black-Box" komponiert und wiederverwendet werden.

UI-Elemente und Verhalten fallen in den Komponenten zusammen. Man kann definieren was Userinterface ist und nur das nach aussen bereistellen.

Beispiele: Wetterkomponente (mit Google-Abfrage (xml-filter)...)

Zyklen werden verhindert, indem bei Fixpunkt gestoppt wird. Gespeichert als XHTML/SVG

Siehe auch Apple Automator oder Yahoo Pipes, bloss hier für Internet-Browser in JavaScript.

Reine Datenflüsse schwer nachvollziehbar, u.U. "write once", deswegen Möglichkeit zum Scripting

Supporting EP with CVEs and tools written in Squeak / XP Forums ( Bastian Steinert)

State of the Art: "Mingle" (Story Cards online), Verbesserungsvorschläge mit Squeak, weniger formulargetrieben als andere Applikationen, hier beliebig viele Storycards gleichzeitig sichtbar.

An sich immer besser in einem Raum, aber nicht immer möglich, wie also verteilte Teams unterstützen? Angefangen mit OpenCroquet, kurze Demo von Qwaq, Squeak läuft dann beispielsweise auf einem "Panel" in Qwaq.

VNC-Client so erweitert, dass Usernamen mit übertragen wurden. Bert: Bei Squeak-Paint sind mehrere "Hände" vorgesehen, muss also bei den entsprechenden Tools (wie Browser etc) programmiert sein. (Mehrere Hände im Prinzip auch für iPhone möglich)

Als Schnittstelle für Qwaq soll allerdings nur die Python-API verwendet werden, ist für XPForums eigentlich egal, in welcher Sprache der "Host" geschrieben wurde, ist halt bei Qwaq zufällig auch Squeak.

NXTalk Martin Beck

Release nächste Woche, auch für Mac geplant, Smalltalk-Programmierung für LegoNX, nicht möglich: Squeak VM portieren! (Zu wenig Speicher in Lego) -> Kompletter Neubau einer ganzen Smalltalk-Umgebung inkl. VM!

Eigenes Paketsystem gebaut("NXTApplication subclassen" Bert: PackageInfo anschauen). Verbindung über Bluetooth-Stream. Alle Objekte erben von NXTObject. Imagegrösse 50 Kilobyte!

Eigene Firmware!

iKuh: Peter Retzlaff, Martin Krüger und noch drei Studenten

Angelehnt an QLympics: Kuh mit Pfeilen durch Labyrinthe steuern, einige Level lassen sich nur lösen, wenn man "Schwein" hat, auch als XO-Datei auf dem OLPC. Es gibt auch nen Leveleditor, bereits 30 Level designed (mit externem Level-Editor?)

Kein MVC (wozu? wird eh nie eine andere View geben), auch so "software-architektonisch" gut.

Squeak auf dem iPhone: Enno Schwass

Bisher noch keine Squeak-Apps im App-Store, Squeak selber wohl nie dort, ob Squeak-Apps dort landen können noch offen.

Aber 100 Lizenzen pro Jahr für 100 Dollar, sowohl für Einzelpersonen als auch Firmen.

Anschliessend Erklärung wie man das Teil dann aufs Phone bekommt. Das SDK ist frei, kann aber Apps nur im Simulator laufen lassen. Portiert von John MacIntosh

http://www.isqueak.org

Virtuelle Keyboards könnte man direkt und mittels utf-Support im Gegensatz zum Apple-Keyboard noch mehrsprachiger (nicht nur für Hauptabnahmeländer) gestalten.

Imagegrösse begrenzt auf 50 MB, Geschwindigkeit ungefähr 200 MHz Pentium, noch keine Keyboard-Unterstützung, wenn Squeak sich nicht schnell genug speichert und sich beendet, wird es abgeschossen -> Daten gingen verloren.

Man könnte Squeak u.U. dafür verwenden, Mails auf dem Rechner zu schreiben und dann über das Iphone zu versenden. (iPhone ist ja nicht als Modem vorgesehen), später allerdings festgestellt, dass man wohl keine mails an ssl-smtp server schicken kann. (curl plugin auf dem iPhone??)

Seaside 2.9: Julian Fitzell

JQuery Support in Seaside! Die ganze JQuery API ist in Smalltalk gewrappt.

JQuery analog zu Scriptaculous, einfacher, aber viele AddOns.

Demo von Dragndrop, Akkordeon, Lightbox, etw

2.9 noch Alpha, will be out Real Soon Now (TM).

Fokus auf Portability, Clarity...

"Many more layers, each with Test/Example packages optional, all platform dependent stuff in ... platform dependent! Continuations optional. Somit auch für VA verwendbar,

Viele Fälle ohne Continuations möglich -> einfacher.

Neue Architektur erlaubt viele Kombinationsmöglichkeiten: pick your cherries!

Die Klasse "Session" entschlackt. Alles soll zumindest eine abstrake Methode in "Core-Package" haben.

Unklar, ob neue (oder alte online) Bücher über Seaside auf 2.9 "portiert" werden.

AIDA: Janko Mivsek

AIDA ist ein Web Application Server (vergleichbar mit Seaside)

Jedes Objekt hat eine URL, und jedes Objekt hat a la printString auch ein printWebPage.

Scribo ist ein CMS Framework auf Basis von AIDA: MVC, REST, Security, Components, Ajax

Scribo basiert auf einem wichtigen Objekt namens "Document" (Morph von AIDA? Anm. der Red...)

AIDA läuft u.A. auf Squeak, VisualWorks, Gemstone, Smalltalk X, Dophin, ObjectStudio, GNU Smalltalk, läuft auf Swazoo (Smalltalk-Webframework), nur viermal langsamer als Apache in Visual Works, Squeak leider zehnmal langsamer als VisualWorks..

Obere Schichten (auf Scribo): Blogs, Wiki, Site, Forum Projectmanager (a la Trac)

Beispiele für scribo: nets.si, gas managment system in Slowenia (10 Smalltalker), gemacht mit Gemstone und Visualworks, squeak.org

Community: Erst 90 people in the list, Scribo ist aber auch erst 2 years alt, AIDA 9 years old, aktive spanische Community.

ToDo: "Closing gaps to competition", yes/no-Dialogs

Zukunft:

Smalltalk Community Support geplant:

Rette Calcularis: Markus Gälli

Spiel für dyskalkulische Kinder: http://methodsinaction.com/blog

Film über Dyskalkulie-Forschungsprojekt am Kinderspital Zürich, Prototyp mit Etoys, dann Smalltalk/Squeak, noch keine Ergebnisse, keine Joystick-Treiber für billige Joysticks für Windows.

Squeakland Foundation: Rita Freudenberg

Launch von "squeakland foundation", da sich VPRI von Squeak/Etoys zurückuzieht.

Website: squeakland.org

Aufgabe: Community Build, Ziel: Squeak von der Grundstufe bis zur Oberstufe, alte VPRI Leute nur vorübergehend im Bord.

Erste Lehrmittel sollen bis Frühjahr gebaut werden, bestehende Einheiten werden übernommen, und auf einem zentralen Aida-Webserver hinter squeakland.org abgelegt.

Zwei Jahre Squeak Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe: Pascal Vollmer

Kein Lehrer, sondern Elektrotechniker, durch SCG / Reengineering Buch von Ducasse/Nierstrasz und Co. in Kontakt mit Smalltalk gekommen, fasziniert, deswegen freiwillige Arbeit um Schulunterricht zu verbessern.

Vier Kinder im Alter: 12-14

Kann nicht sein, dass im Gymnasiumschulfach Informatik nur Anwendungsschulung gemacht wird. (Wie funktioniert der Explorer...)

Vorteile: Einfache Syntax, eher auf konzeptioneller Ebene als andere Systeme.

Nachteil: Zu wenig Doku

Angefangen mit BotsInc (gut, weil dokumentiert und mit eingeschränktem Befehlssatz)

Dann Etoys: Erst das klassische Autofahrspiel, dann Einbau einer Ampel,

Dann Änderung eines bestehenden Smalltalk-Programms "Pong"

Im nächsten Jahr, komplett eigenes Smalltalk-Spiel, "PlaneRide: Flugzeug mit Keyboard an Hindernissen vorbeisteuern", "Labyrinth: Mauszeiger vom Eingang eines Labyrinths bis zum Ende steuern".

Dieses Jahr:

Mit Kontakten in Potsdam, das Teil auf nem PowerPC-Prozessorboard (50x50 mm) -> ferngelenktes Fahrzeug

In der Rückschau ist aufgefallen, dass man auch noch den Entwicklungsprozess selber (Anforderungsanalyse, Unit- und Abnahmetests) vermittelt. Siehe auch http://squeaksource.com/AnalogClock

Zusammenfassung: Lehrer braucht noch viel Energien in Vorbereitung, an sich ist Squeak/Smalltalk gut geeignet, Entwicklungsprozess mehr in den Vordergrund.

Anschliessend Vereinssitzung, Protokoll erfolgt separat.

Zum Abschluss gemütliches Beisammensein (15 Leute) bei sich wiederholender bayrischer Blasmusik, nur langsam auftauender Bedienung aber gutem Essen und lecker Bier.

Fazit: Dicht gedrängtes aber buntes und interessantes Programm, nächstes Jahr wieder so.

Sonntag ab 10 Uhr, am HPI:

Un-conference: Wieder ca. 15 Leute da, Gruppen zu Themen: FAQ-Liste pflegen, Sugarize your Squeak-App (u.a. wurde Freecell verzuckert), Etoys Tipps und Tricks.

14:00 Uhr Schluss. War nett, offenen Raum und etwas Zeit für Mini-Workshops zu haben, Esther: gute Idee, sollten wir wieder machen.

Besten Dank an dieser Stelle an Robert, Jens und die anderen vom HPI, die durch lokale Organisation und ihre spannenden Vorträge das Squeak-Wochenende bereichert haben.

Auch besten Dank an alle anderen Redner und Mitgestalter, wir hoffen, ihr seid nächstes Jahr wieder dabei,

Markus

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